Willkommen am Standort Beelitz

Kirche in Schlunkendorf
Kirche in Schlunkendorf (Quelle Wikipedia )Größere Abbildung anzeigen

Beelitz ist eine Stadt im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Die Stadt liegt am Rand der Zauche südwestlich von Berlin und Potsdam und ist vor allem bekannt als Mittelpunkt des größten brandenburgischen Spargelanbaugebietes.

Beelitz - hat eine über tausendjährige Stadtgeschichte

Beelitz - Beelitz - mit diesem Namen verbindet sich eine über tausendjährige Stadtgeschichte und natürlich der Beelitzer Spargel, der hier auf 1700 Hektar wächst. 1861 baute der Ackerbürger Carl Friedrich Wilhelm Herrmann das Edelgemüse erstmals feldmäßig an und schuf damit eine Tradition, die bis heute gepflegt wird. Im Frühjahr und Sommer strömen Zehntausende Besucher in die Stadt, um die berühmte Beelitzer Stange feldfrisch in den Restaurants oder draußen auf den Höfen zu genießen. Letztere sind mit ihrem Erlebnisprogramm und der gläsernen Produktion vor allem bei Städtern beliebt. Immer am ersten Juniwochenende wird in Beelitz das Spargelfest gefeiert.

Beelitz ist eine liebens- und lebenswerte kleine Stadt vor den Toren Berlins und Potsdams. Nach einem freiwilligen Zusammenschluss mit insgesamt 17 Dörfern in der unmittelbaren Nachbarschaft 2002 ist es heute Stadt und Land gleichermaßen. Durch seine ländliche Lage bei gleichzeitig hervorragender Verkehrsanbindung an die Metropole Berlin und die Landeshauptstadt Potsdam sowie die moderaten Grundstückspreise ist Beelitz vor allem bei Familien als Wohnort gefragt.

Die Stadt verfügt über ein eigenes Gymnasium, eine Ober- und zwei Grundschulen. Außerdem gibt es insgesamt sieben moderne Kitas mit unterschiedlichen pädagogischen Ausrichtungen. Mit seinem vielfältigen Angebot auch an Spielplätzen und Freizeitaktivitäten wie Freibad und Familienzentrum sowie Projekten wie dem Baby-Willkommensdienst darf Beelitz seit 2011 den Titel „Familien- und Kinderfreundliche Kommune“ führen.

Während die Ortsteile größtenteils vor allem durch ihr ländliches Flair bestechen, präsentiert sich die Beelitzer Kernstadt Bürgern und Besuchern als moderne Ackerbürgerstadt. Der historische Stadtkern ist seit der Wende aufwendig saniert worden, über zwei Drittel der Häuser sowie fast alle Straßen und öffentlichen Plätze erstrahlen in neuem Glanz. Kleine Läden verlocken zum Bummel, Cafés und Restaurants laden zum Verweilen und Schlemmen. Im Zentrum bieten die in Teilen 800 Jahre alte Stadtpfarrkirche und die Alte Posthalterei mit Museum beliebte Anlaufpunkte für Touristen.

Gäste können sich in der stadteigenen Touristinfo nahe des Rathauses über die vielen Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten informieren. Zu denen gehört auch der Park rund um den historischen Wasserturm, der seit kurzem wieder im Glanze der 1920er Jahre erstrahlt, ebenso wie die restaurierte Bockwindmühle vor den Toren der Stadt.

Zur Beelitzer Kernstadt gehören auch die weltberühmten Heilstätten: Zur Wende zum 20. Jahrhundert als hochmoderner Klinikkomplex mit über 60 Gebäuden auf 200 Hektar mitten im Kiefernwald errichtet, wurden hier allein im ersten Vierteljahrhundert über 130 000 Patienten behandelt. Vor allem handelte es sich um Männer und Frauen aus der Berliner Arbeiterschicht, die unter der damaligen Massenseuche Tuberkulose litten und hier an der frischen Luft kuriert wurden. Während der Weltkriege dienten die Heilstätten als Lazarett und auch die Rote Armee nutzte nach 1945 bis zu ihrem Abzug große Teile der Anlage für diese Zwecke.

Nachdem die Heilstätten hernach in einen Dornröschenschlaf gefallen waren, nehmen sie dieser Tage eine sprunghafte Entwicklung: Auf Brandenburgs erstem Baumkronenpfad „Baum & Zeit“ kann man die seit Jahrzehnten unberührten Gebäude im A-Quadranten von oben erkunden. In weiteren Bereichen hat die Kliniken Beelitz GmbH moderne Fachkrankenhäuser – unter anderem für Parkinsonpatienten – in den historischen Bauten entwickelt. Weitere ehemalige Klinikgebäude dienen heute als Wohnungen und Ateliers und werden in kleinen Wohngebieten um Einfamilienhäuser ergänzt.

Wer jemals einen Fuß auf das verwunschene Gelände der Beelitzer Heilstätten gesetzt hat, weiß um den Zauber dieser Anlage. Alten Schlössern ähnliche, einen unvergleichlichen Charme ausstrahlende Gebäude, eine weitläufige alte Parkanlage mit einer ungeahnten Artenvielfalt und eine Geschichte, die über 100 Jahre in die Vergangenheit zurück reicht. Natur, Historie und Architektur scheinen an diesem magischen Ort zu einem Gesamtkunstwerk zu verschmelzen. Inspiration genug für ein faszinierendes Projekt wie den Heilstätten-Park mit dem Baumkronenpfad „Baum & Zeit“.

Historisch bedeutend ist auch der zweite Gemeindeteil Schönefeld: Im Osten der Stadt wurde Ende der 1920er Jahren eine Übersee-Funkempfangsstation errichtet. Über das „Beelitzer Ohr zur Welt“ wurde die Mittel- und Kurzwellenverbindung unter anderem bis in die USA gehalten. Die Anlage befindet sich außerhalb des Schönefelder Ortskernes, einem klassischen Straßenangerdorf mit Feldsteinstraßen, alter Schule und Dorfkirche. Vor allem bei Pferdefreunden ist Schönefeld mit seinen zahlreichen Reiterhöfen beliebt. Der größte ist der Lotúshof der Familie Eggertsson, die mit ihren Islandpferden regelmäßig bei nationalen und internationalen Wettbewerben Preise gewinnen.

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