Herzlich Willkommen im Standort Diez an der Lahn

Diez
Diez (Quelle Henryk Olchowka)Größere Abbildung anzeigen

Impressionen aus der Stadt Diez


Geschichte der Stadt Diez

Die ehemalige Residenzstadt Diez ist eine Stadt an der Lahn im Rhein-Lahn-Kreis im Land Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde.
Die Stadt Diez bildet zusammen mit der angrenzenden, im Land Hessen befindenden Stadt Limburg an der Lahn ein länderübergreifendes Mittel- und Doppelzentrum mit rund 45.000 Einwohnern. Das Diezer Stadtgebiet ist mit jenem der Stadt Limburg nahtlos zusammengewachsen.
Das Zentrum von Diez liegt vier Kilometer südwestlich von Limburg an der Lahn und 31 Kilometer östlich von Koblenz. Die Stadt Limburg (Hessen) schließt sich nahtlos an Diez an. Die Landschaft um Diez gehört zum Rheinischen Schiefergebirge. Das Lahntal bildet dabei die Grenze zwischen den Mittelgebirgen des nördlich gelegenen Westerwaldes und des nach Süden ansteigenden Taunus. In der Diezer Pforte verlässt die Lahn das Limburger Becken und geht, von ansteigenden Terrassenfluren begleitet, bei Fachingen in das Untere Lahntal. Die Stadt Diez liegt an der Mündung der, im Taunus entspringenden, Aar in die Lahn. Der einzige Stadtteil Freiendiez liegt östlich des Stadtzentrums an der Aar.

Diez wurde erstmals im Jahr 790 in einer Urkunde Karl des Großen erwähnt. Selbst der Name Diez musste verschiedene Veränderungen über sich ergehen lassen: In der Ursprungsform hieß es Theodissa, später Diedesse, dann Dietze, Dietz, um in der heutigen Schreibweise Diez zu verbleiben.
Gräfin Sophie Hedwigs Sohn Wilhelm Friedrich, 1656 in den Reichsfürstenstand erhoben, heiratete die Prinzessin Albertine Agnes von Oranien, eine Enkelin Wilhelmus´ von Nassauen. Diese Oranienprinzessin erbaute 1672-1684 auf den Grundmauern des ehemaligen Benediktinerklosters Dirstein bei Diez das Schloß Oranienstein.

Nach 1697 wurde dieses von ihrer Schwiegertochter, Fürstin-Regentin Henriette Amalie von Anhalt-Dessau zum Barockschloss umgebaut. Das vormalige Kloster Dierstein wurde im 30jährigen Krieg zerstört. Nur die ehemalige Klostermühle an der Lahn blieb erhalten. Dort befindet sich heute ein beliebtes Ausflugslokal.

Fürstin Albertine Agnes begann auch den Bau der sogenannten Neustadt, der von Amalie fortgeführt wurde. Zahlreiche zum Teil noch sehr gut erhaltene Fachwerkhäuser verraten unleugbar holländischen Einfluss und zeugen damit von der damaligen engen Verbindung zu den Niederlanden.

Fürst Wilhelm V. von Nassau-Diez-Oranien schenkte 1796 der Stadt den Hainwald. Eine Erinnerungssäule auf dem sog. Sternplatz erinnert noch heute daran.

Seine Gemahlin Friderike Wilhelmine von Preußen, eine Nichte Friedrichs des Großen, ließ in den prächtigen Fachwerkhäusern der Schulstraße eine Industrieschule errichten. Dort wurden gleichermaßen Knaben und Mädchen in geistiger und handwerklicher Tätigkeit unterrichtet und erzogen.

In späteren Jahren waren dort eine Realschule und nochmals später die Mittelschule untergebracht. Heute befinden sich in diesen Häusern gemütliche Gaststätten und Gewerbebetriebe.

Im 18. Jahrhundert hatte sich Diez bedeutend vergrößert und zu einer blühenden Handelsstadt entwickelt. Lahnschiffe brachten hauptsächlich begehrte Waren aus den Niederlanden. Das alte Zollhäuschen auf der alten Lahnbrücke zeugt noch heute von der Bedeutung dieses Verkehrsweges für die Stadt. Das am meisten transportierte Gut dürfte neben dem Lahnmarmor Getreide gewesen sein. Der Diezer Getreidemarkt war berühmt und nach den dortigen Umsätzen richteten sich die Preise weit und breit.

Nachdem die Stadt in das Herzogtum Nassau einbezogen wurde, installierte sich hier zu Beginn des 19. Jahrhunderts nassauisches Militär. Der erste Garnisonssitz für diese Truppen war der ehemalige Fruchtbau, die heutige sog. alte Kaserne.

Das Herzogtum Nassau ging schließlich an Preußen über, und 1867 wurde im Schloss Oranienstein eine preußische Kadettenanstalt eingerichtet. Sie verblieb dort bis 1918. Danach wurde Schloss Oranienstein verschiedenen Zwecken zugeführt. Heute befindet sich hier der Stab des Kdo RegSanUstg der Bundeswehr.

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