Herzlich Willkommen am Standort Stetten am kalten Markt

Donautal
Donautal (Quelle OStG Dennis Kaupp, UStgPers StOÄ )

In einer schönen Landschaft im Herzen des Naturparks "Obere Donau" liegt die Gemeinde
Stetten am kalten Markt mit den Ortsteilen Frohnstetten, Storzingen, Nusplingen und Glashütte.


Beschreibung des Standort Stetten a.k.M.

Stetten am kalten Markt zählt mit über 5000 Einwohnern zu den großen Gemeinden im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg. Überregional ist Stetten mit dem Truppenübungsplatz Heuberg, dem Lager Heuberg und der Albkaserne als Militärstandort bekannt.
Die Gesamtgemeinde Stetten am kalten Markt liegt mit ihrer Gemarkungsfläche von mehr als 5600 Hektar auf einer Höhenlage zwischen 640 und 866 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde gehört zum ehemals badischen Teil des Heubergs und zum Naturpark Obere Donau. Durch den Stettener Ortsteil Storzingen fließt die Schmeie.
Zum Standortbereich Stetten a.k.M. gehören die Gemeinde Beuron mit den Ortsteilen Hausen im Tal, Langenbrunn, Neidingen und Thiergarten, besonders bekannt durch das dortige Benediktinerkloster,
sowie auch die Gemeinde Schwenningen, die jedes Jahr von September bis Mitte Oktober mit einem bemerkenswerten Strohpark von sich reden macht.

Die Stadt Meßstetten wurde nach Schließung der dortigen Luftwaffenkaserne ebenfalls dem Standortbereich Stetten a.k.M. zugeschlagen.
Zur Kernstadt gehören die Stadtteile Hartheim, Heinstetten, Hossingen, Oberdigisheim, Tieringen und Unterdigisheim

Geschichte
In der um 1500 von Gallus Öhem erstellten Reichenauer Chronik wurde vermerkt, dass sich der Ort
"Stetten by Kaltenmark" 799 im Besitz des Klosters Reichenau befand. Damals war "Mark" der Bezirk, an welchem eine Siedlung ist. "Mark" bedeutet auch eine Waldweide in der Funktion als Grenze oder Grenzzone, beispielsweise zum Scherragau. Im erweiterten Sinne wurde die Waldweide zur "Markierung". Das Wort "by" oder "am" als Hinweis auf einen Ort bei der Mark, der auf einem hochgelegenen, klimatisch kühlen, "kalten" Plateau liegt: "Stetten by Kaltenmark".
Im Laufe der Zeit wurde der Ortsname in den Urkunden und Akten auf vielerlei Arten geschrieben, aus "Mark" wurde "Markt". Aus der Zeit Karls des Großen im Jahr 799 stammen die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über Stetten am kalten Markt. Graf Gerold, eine einflussreiche Persönlichkeit im Frankenreich und Präfekt von Bayern, war der erste genannte Besitzer von Stetten am kalten Markt. Als Bruder der Gemahlin Karls des Großen gehörte Gerold zum engsten Familienkreis des späteren Kaisers.
Die Sicherung des Besitzes mag wohl der Grund dafür gewesen sein, dass er seine Güter mittels Schenkung dem Kloster Reichenau übergeben hatte und Stetten am kalten Markt in dieser Schenkungsurkunde erstmals urkundlich erwähnt wurde.
Im 13. Jahrhundert kam Stetten an die Grafschaft Hohenberg und wird im Jahr 1283 als befestigter Ort bezeichnet („oppidum“).
1343 kam die Ortschaft an die Herren von Jungingen, 1350 an die Herren von Magenbuch. Die Landeshoheit lag seit 1381 de facto beim Haus Habsburg.[5] Unter dieser österreichischen Oberhoheit erlebte Stetten seine Blüte unter den Herren von Hausen. Diese besaßen die Ortschaft seit 1432 und erbauten im 16. Jahrhundert ein Schloss (heute Rathaus).
In der napoleonischen Zeit kam Stetten zunächst zu Württemberg, 1810 dann zu Baden. Der heutige Ortsteil Frohnstetten gehörte ab 1806 zu Hohenzollern-Sigmaringen.
Funde in und um Stetten am kalten Markt belegen jedoch eine sehr viel frühere Besiedlung um 800 bis 600 vor Christus durch die Kelten. Die Anfänge der Geschichte der Gemeinde reichen somit weit in die Kulturen vor unserer Zeitrechnung zurück. Von der Zugehörigkeit zur Grafschaft Hohenberg im 13. Jahrhundert und dem Übergang zu Österreich bis zur badischen Regentschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts kennzeichnet ein häufiger Herrschaftswechsel die Chronik der Gemeinde.
Bereits ab 1910 lieferten sich die Gemeinden Stetten am kalten Markt und Ebingen einen harten Kampf um den Standort des neu zu bauenden Truppenlagers. Konzipiert war es für die Aufnahme von 6.000 Soldaten übender Truppe sowie 2.500 Pferden. Am 1. September 1910 wurde durch das preußische Kriegsministerium entschieden, dass das Lager auf einem Gelände bei Stetten am kalten Markt gebaut werden soll. Die Arbeiten begannen am 1. Mai 1912 und sollten bis in das Jahr 1916 andauern. Das letzte fertig gestellte Gebäude im Lager Heuberg war die Offiziersspeiseanstalt; heute das einzige Gebäude im „Lager“, das unter Denkmalschutz steht und eine Militärgeschichtliche Sammlung beherbergt.

Vor der Einrichtung des Truppenübungsplatzes Heuberg war die Gemeinde Stetten am kalten Markt ein von bäuerlicher Kargheit geprägter badischer Marktflecken, welcher dann durch die Ankunft des Militärs einen für die damalige Zeit unbeschreiblichen Aufschwung nahm. In den über 100 Jahren Anwesenheit des Militärs auf dem Heuberg bis heute war die Geschichte der Gemeinde stets von einem Auf und Ab geprägt.
Unter zahlreichen außerordentlichen Ereignissen während dieser Zeit findet vor allem eine Begebenheit in der bewegten Geschichte des Truppenübungsplatz Heuberg Beachtung:
Am 01. März 1945 startete die erste bemannte Rakete der Welt auf dem Truppenübungsplatz Heuberg in Stetten am kalten Markt. Der Luftwaffenpilot Leutnant Lothar Sieber führte diese Pionierleistung der Raumfahrtgeschichte aus und kam dabei ums Leben. Seine sterblichen Überreste ruhen auf dem Stettener Friedhof. Dieses herausragende Ereignis und dessen Bedeutung geriet in den Wirren der Nachkriegszeit beinahe in Vergessenheit.
Die Ein-Mann-Rakete vom Typ "Natter" war für den Senkrechtstart bestimmt und mit einem Flüssigkeits-Raketentriebwerk sowie mit Boosterstartraketen ausgerüstet. An der Stelle, an der vor 58 Jahren die Startrampe auf dem "Ochsenkopf" des Truppenübungsplatzes Heuberg stand, ist heute noch die betonierte Bodenplatte zu sehen. Ein Findling mit dem Relief der "Natter" erinnert an diesen für die Raumfahrt bedeutungsvollen Tag.

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Hier finden Sie Links zu den Gemeinden im Standortbereich

Gemeinde Stetten a.k.M. Stetten am kalten Markt

Gemeinde Storzingen Storzingen

Gemeinde Schwenningen Schwenningen

Gemeinde Beuron Beuron

Stadt Meßstetten Stadt-Messstetten

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