Willkommen am Standort Nörvenich/Kerpen

StO Schild
StO Schild (Quelle TaktLwG 31, OSF Hohlbein)Größere Abbildung anzeigen

Nörvenich war seit 1958 die Heimat des Jagdbombergeschwaders 31 „Boelcke“ und ist es seit Oktober 2013 für das Taktische Luftwaffengeschawder 31 „Boelcke“.


Herzlich Willkommen am Standort Nörvenich/Kerpen

Die Gemeinde Nörvenich mit ihren ca. 10.000 Einwohnern grenzt im Westen fast an die Tore der Kreisstadt Düren, im Osten und im Norden an den Erftkreis, im Süden an das Eifelvorland. Vor Jahrmillionen entstand durch gewaltige Erdbewegungen die Tiefebene, in der das Gebiet heute liegt. Im Laufe der Jahrtausende lagerte sich fruchtbarer Lößlehmboden ab, der noch heute Grundlage für eine blühende Landwirtschaft ist. Kühe, Wiesen und Pappelbäume sind das typische Landschaftsbild in der Neffelbachaue, einem Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiet.

Schon Mitte des vergangenen Jahrhunderts hatte das damals etwa 600 Einwohner zählende Dorf bereits einen Arzt und eine Apotheke. Heute wird diese besondere zentralörtliche Stellung durch drei praktizierende Ärzte, Zahnärzte, Apotheken, Altenheim, Sitz der Gemeindeverwaltung, Bankfilialen, ein gutes Straßennetz und öffentliche Verkehrsanbindungen nach Düren, Köln, Erftstadt und Zülpich, nicht zuletzt auch durch den NATO-Flugplatz der Bundeswehr, hervorgehoben. Auch die Einwohnerzahl von 4.000 hebt sich deutlich gegenüber den übrigen dreizehn Ortsteilen der Gemeinde ab.

Die Gemeinde Nörvenich konnte im Gelände des Burgparks in der Ortsmitte und in der angrenzenden Neffelbachaue Grundbesitz erwerben, der die großzügige Planung eines Schulzentrums erlaubte. Als Ergebnis dieser Planung stehen heute hier eine Grund- und Hauptschule mit Sporthalle, die mit allen Nebenanlagen den hohen Ansprüchen unserer Zeit gerecht werden. Auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung war bis vor wenigen Jahren fast alleine die Volkshochschule tätig. Aufgrund privater, kirchlicher, kommunaler und vereinsgebundener Initiativen ist in den vergangenen Jahren einiges in Bewegung gesetzt worden. Mit zahlreichen Veranstaltungen bietet die Zweigstelle der Kreisvolkshochschule ein breites Angebot in Form von Halbjahreskursen, Einzelvorträgen, Exkursionen und Studienfahrten. Rund 70 Vereine gibt es in der Gemeinde Nörvenich. Allein 20 davon bieten ihren Mitgliedern die Möglichkeit zu sportlichen Betätigungen in Fußball, Leichtathletik, Turnen, Gymnastik, Tennis, Tischtennis, Wandern, Reiten, Segelfliegen, Taek-Won-Do, Jedermannturnen, Sportschießen, Sportkegeln und Sportangeln.

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Nörvenich und die Bundeswehr

Die Aufstellung in seiner jetzigen Form fand am 01.10.2013 statt. Das Jagdbombergeschwader 31 "Boelcke" (JaBoG 31) ist ein Traditionsgeschwader der Bundeswehr und gehört zu den ältesten fliegenden Einsatzverbänden. Es wurde bereits 1957 auf dem Fliegerhorst Büchel aufgestellt, da in dieser Zeit der Fliegerhorst in Nörvenich umgebaut wurde. Die am 1. Oktober 1957 aufgestellte 1. Staffel ist die älteste Jagdbomber- und Kampfstaffel der deutschen Luftwaffe.

Im Januar 1958 begann der Umzug von Büchel nach Nörvenich und das Geschwader wurde offiziell am 20. Juni 1958 auf dem Fliegerhorst Nörvenich in Dienst gestellt. Das Geschwader „Boelcke“ ist nach dem Jagdflieger des Ersten Weltkriegs Oswald Boelcke (1891-1916) benannt. Der Traditionsname wurde dem Geschwader am 21. April 1961 verliehen. Als erster Verband der Luftwaffe wurde das Jagdbombergeschwader 31 am 19. Januar 1959 der NATO unterstellt. Es erhielt als Erstausstattung die Republik F-84F Thunderstreak, welche bereits 1961 durch den Lockheed F-104G Starfighter ersetzt wurde.

Das JaboG 31 "Boelcke" war das erste Geschwader der Luftwaffe, das ab 20. Juni 1962 mit dem Starfighter einsatzbereit war. Auf den Starfighter folgte der Panavia Tornado IDS. Abermals wurde das JaboG 31 als erstes Geschwader mit dem neuen Flugzeug ausgerüstet. Mit Beginn des Jahres 2001 hat das Geschwader federführend in der Luftwaffe die Fähigkeit zum Einsatz von Präzisionswaffen mit dem Panavia PA 200 Tornado hergestellt. Mit dem Waffensystem PA 200 Tornado und auch zukünftig mit dem Eurofighter ist das Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke“ befähigt, einen Auftrag als Hauptverteidigungskraft im Rahmen der Bündnis- und Landesverteidigung durchzuführen. Das JaboG 31 "Boelcke" wurde als erste Tornado-Einheit der Luftwaffe in Deutschland mit dem Eurofighter ausgerüstet. Die ersten vier Flugzeuge dieses Typs landeten am 16. Dezember 2009 in Nörvenich. Am 30. Juni 2010 wurden die bisherigen Tornados ausgemustert. Im Rahmen der Neuausrichtung der Lw wurde das Jagdbombergeschwader 31 "Boelcke" schließlich in Taktisches Luftwaffengeschwader 31 "Boelcke" umbenannt.

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