Willkommen am Standort Kramerhof

Marinetechnikschule Parow
Marinetechnikschule Parow (Quelle Bundeswehr/ MTS)Größere Abbildung anzeigen

Marinetechnikschule Parow und die Gemeinde Kramerhof


Das Dorf Parow, das als Ortsteil der Gemeinde Kramerhof an den nördlichen Stadtrand der Hansestadt Stralsund grenzt, ist geschichtlich gesehen nur wesentlich jünger als die im Jahr 1234 gegründete Stadt Stralsund. Alte Herkunftsbelege lassen mit Sicherheit darauf schließen, dass Parow bereits kurz nach 1260 als Siedlung bestanden hat. Es existierten die zwei Teildörfer „Klein“- und „Groß-Parow“, durch einen Graben und eine Brücke voneinander getrennt. 1317 wurde das Dorf als „to Parowe“ urkundlich erwähnt.

„Parow“ ist ein slawischer Ausdruck und heißt soviel wie „sonniger Ort“. Er setzt sich aus dem Wort „Parum“ - dem Sonnengott der Slawen - und der Endung „-ow“ für Ort zusammen. Ein schöner Name für den Standort der Marinetechnikschule, direkt am Strelasund mit Blick auf die Insel Rügen und Hiddensee und auf das ca. 3 km entfernte Altstadtzentrum von Stralsund.

Militärische Bedeutung erlangte Parow erst am 12.10.1934, als das Deutsche Reich ein Grundstück zur Errichtung eines Land- und Seefliegerhorstes kaufte. Der Flugbetrieb der „Fliegerwaffenschule See“ wurde 1936 aufgenommen. Bis zur Evakuierung des Flugplatzes am 28.04.1945 waren verschiedene Dienststellen auf dem Flugplatz beheimatet.

In der Nachkriegszeit wurden in den leer stehenden Kasernen Flüchtlinge und Aussiedler untergebracht. Die militärischen Gebäude, Bunkeranlagen und Ablaufpisten wurden gesprengt, Wiederverwertbares, wie Stahlhallen, abmontiert und abtransportiert.

Nach der Gründung der DDR wurde am 01.08.1950 die Seepolizeischule der DDR in Parow aufgestellt. 1956 wurde sie in die Flottenschule der Nationalen Volksarmee umbenannt. 1960 wurde in Parow die Hubschrauber-Kette der Seestreitkräfte in Dienst gestellt, aus der 1963 eine Hubschrauberstaffel und 1976 das Hubschrauber-Geschwader 18 „Kurt Barthel“ entstand. Am 01.12.1970 wurde die Flottenschule „Walter Steffens“ eingerichtet, eine ständige Lehreinrichtung, in der alle Mannschaften und Unteroffiziere der NVA-Volksmarine ausgebildet wurden. Sie hatte bis zur Wiedervereinigung am 03.10.1990 Bestand.

Eine wechselvolle Zeit nach der Wende endet am 01.04.1992 mit der Gründung des Aufstellungsstabes der Marinetechnikschule und der Grundsteinlegung am 30.11.1992 durch den damaligen Bundesminister der Verteidigung Volker Rühe.

Am 01.04.1996 erfolgte die Aufnahme des Schulbetriebes der ehemaligen „Seemannschafts Lehrgruppe“ von der Nordseeinsel Borkum. Das 1. „Feierliche Gelöbnis“ fand am 20.05.1996 auf dem Alten Markt in Stralsund statt. Lehr- und Unterkunftsgebäude, Sportstätten, Fach- und Truppenbücherei, die Standortschießanlage und der Standortübungsplatz wurden fertiggestellt. Im Sommer 2001 wurden die ersten Frauen an der MTS vereidigt. Am 24.09.2003 wurden die Gebäude Waffentechnik und Schiffstechnik an die MTS übergeben. Mit der Technischen Marineschule in Ustka (Polen) und der Marineuniversität der Chinesischen Volksbefreiungsarmee wurden Partnerschaften geschlossen. In 2012 feierten wir mit einem Festakt 20 Jahre Grundsteinlegung Marinetechnikschule Parow.


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