Willkommen am Standort Cham

Luftaufnahme Stadt Cham
Luftaufnahme Stadt Cham (Quelle Stadt Cham)

Im Jahr 976 wird Cham erstmals erwähnt und als „cavitas“ bezeichnet. Derr lateinische Begriff lässt sich mit "befestigter Platz", "Burg" oder "Stadt" übersetzen. In Cham wurde der spätere Marschall von Frankreich Nikolaus Graf von Luckner geboren. Ihm wurde die französische Nationalhymne, die Marseillaisse gewidmet.


Willkommen am Standort Cham

Die Stadt Cham mit knapp 17000 Einwohnern liegt als „Tor zum Bayerischen Wald“ am Zusammenfluss von Regen und Chamb in der „Further Senke“ an einem uralten Handelsweg von Straubing (46 km) bzw. Regensburg (60 km) nach Pilsen (100 km). Mitten im Naturpark „Oberer Bayerischer Wald“ gelegen, verläuft ca. 20 km nordöstlich von Cham die Grenze zu Tschechien. Auf einer Länge von ca. 72 km grenzt der Landkreis Cham an die westböhmischen Landkreise Domazlice und Klatovy.

Die Stadt Cham hat ihren Namen vom Fluss Chamb, der in Böhmen entspringt und durch die „Further Senke“ nach Cham fließt und im Chamer Stadtteil Altenstadt in den Fluss Regen mündet. Der Name Chamb geht auf das keltische Wort „kambos“ zurück, das mit „krumm“ oder „gewunden“ übersetzt wird.

Die Stadt Cham ist Handels-, Schul,- Behörden und Garnisonsstadt. Als Einkaufsstadt ist sie weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. Attraktivität und Branchenvielfalt durch spezielle Fachgeschäfte, Kaufhäuser und Boutiquen laden zu einem gemütlichen Einkaufsbummel durch die historische Altstadt ein. Cham ist eine gastliche, lebendige und liebenswerte Stadt. Wer nach einem Bummel durch die Innenstadt ein Restaurant oder Cafe` aufsucht, wird sich von der Vielfalt des Angebotes angenehm überrascht sehen. Ob bayerische Schmankerlküche oder ausländisches Spezialitätenrestaurant, ob moderne Cafe´- Bar oder italienisches Eiscafe´ mit mediterranem Flair, es ist für jeden Geschmack etwas geboten. Der historisch bedeutende Stadtkern mit Markt- und Kirchplatz und seinen beindruckenden Brunnen laden zum Verweilen ein.

Neben einer bewegten Geschichte kann die Stadt Cham auch auf eine abwechslungsreiche und schöne Waldlandschaft im ostbayerischen Grenzland verweisen. Das Stadtgebiet weist rings um den Stadtkern mehr als 80% naturbelassene Grün-, Wald-, und Wasserflächen auf, eine ideale Kombination von vitaler Kernstadt und riesigem Grüngürtel. Eine Freude für jeden Naturfreund. Cham bietet auch eine Vielzahl von Freizeitangeboten und Sportmöglichkeiten. So befindet sich zum Beispiel das Freizeitgelände „Quadfeldmühle“ zentral in unmittelbarer Nähe der Innenstadt und trotzdem idyllisch im Grünen gelegen. Des weiteren beginnen in oder führen durch Cham mehrere Radwanderwege. Cham ist da, wo andere Urlaub machen.

Neben elektrotechnischer, holz-, metall- und kunststoffverarbeitender Industrie sowie Bekleidungs-, Textil- und Bettfedernindustrie bieten Stadt und Landkreis leistungsfähige Handwerks-, Groß- und Einzelbetriebe und ist als Mittelzentrum und gewerblicher Schwerpunktstandort eingestuft.

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Cham und sein Bildungs- und Betreuungsangebot

In Cham trifft man auf ein breites Bildungs- und Betreuungsangebot. Cham ist die zentrale Schulstadt des Landkreises. Tausende von Schülern besuchen die zahlreichen Grund,- Mittel,- Realschulen, Gymnasien und Förderzentren. Berufsbildende Schulen, ein umfangreiches Angebot der Erwachsenenbildung und diverse Fachschulen sind ebenso in Cham angesiedelt. Aufgeführt gibt es in Cham und den umliegenden Gemeinden folgende Bildungs- und Betreuungsangebote. 43 Volks-/Grund-/Mittelschulen. 6 Realschulen. 3 Gymnasien. 1 Hochschule. 3 Förderzentren. 2 Kunst- und Musikschulen. 17 Berufsbildende Fachschulen. 11 Bildungsstätten zur Erwachsenenbildung und Nachhilfe.
Das Betreuungsangebot ist ebenfalls gut ausgebaut. So gibt es in Cham und Umgebung 64 Kindertageseinrichtungen und ein Jugendzentrum. Die zahlreichen Sportvereine runden das sehr gute Betreuungsangebot ab. Der ASV Cham ist der größte und älteste Sportverein im Landkreis Cham. Als Turnverein im Jahre 1863 gegründet, hat sich der ASV Cham zu einem Großverein mit über 3300 Mitgliedern in 21 Abteilungen entwickelt.

Weitere Informationen zu der Stadt Cham unter:
www.cham.de

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Die Stadt Cham und ihre Bundeswehr (Geschichte und Namensgebung)

Im Herbst 1957 begannen die Bauarbeiten in der Kaserne und am 2. Oktober 1958 konnte bereits Richtfest gefeiert werden. Am 1. Juli 1959, unmittelbar nach der Fertigstellung der Kaserne Cham, verlegte das Panzergrenadierbataillon 113 an den neuen Standort. Am 3. August 1959 wurde auf dem Marktplatz Cham die Kaserne an den Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 113, Herrn Oberstleutnant Herold feierlich übergeben.

Am 9. Juni 1967 wurde ihr der Name Nordgaukaserne verliehen. Angeregt von dem 1966 in Cham veranstalteten „Nordgautag“ hatte der damalige Bataillonskommandeur des Panzergrenadierbataillons 113, Herr Oberstleutnant Kehrer, beim Bundesministerium der Verteidigung beantragt, die Truppenunterkunft „Nordgaukaserne“ zu nennen. Der Name soll die Verbundenheit der Chamer Garnison mit der Bevölkerung und der Landschaft erkennbaren Ausdruck verleihen, denn mit der Bezeichnung „Nordgau“ ist die geschichtliche, aber vor allem die kulturelle Entwicklung der Oberpfalz und insbesondere die von Cham eng verbunden.
Aufgrund des neuen Jägerkonzeptes der Bundeswehr musste das Chamer Bataillon am 1. Oktober 1970 in Jägerbataillon 113 umbenannt und um gegliedert werden.
Mit der Heeresstruktur 4, der damit verbundenen Neuaufstellung der 3./ Panzergrenadierbataillon 111 in der Nordgaukaserne und der Umgliederung des Bataillons selbst, erhielt dieses ab 1. April 1981 erneut den Namen Panzergrenadierbataillon 113.
Am 1. Oktober 1991 wurde das Panzergrenadierbataillon 113 erneut in Jägerbataillon 113 umbenannt. Gleichzeitig begann die personelle und materielle Umstrukturierung, die am 1. April 1992 abgeschlossen war.
Trotz des großen Widerstandes von Bevölkerung und Kommunalpolitikern aller Parteien wurde das Jägerbataillon 113 zum 31. März 1997 aufgelöst. Eine Unterschriftenaktion mit über 30.000 Unterschriften konnte die Auswirkungen der Strukturreform nicht verhindern.
Zum 1. Januar 1997 verlegten Stab und Stabsbatterie des Artillerieregiments 4 von Regensburg nach Cham. Ihnen folgten, nachdem die Infrastruktur den Erfordernissen der künftigen Nutzer angepasst war, im Mai 1997 die 7. Kompanie und im Juli die 6. Kompanie des Stabs- und Fernmelderegiments 4 aus Regensburg. Die Kompanien nahmen bereits im Juli bzw. September den Ausbildungsdienst auf.
Im Jahre 2002 wurde mit der Struktur „Neues Heer“ das Artillerieregiment 4 aufgelöst und das Stabs- und Fernmelderegiment 4 mit den beiden Ausbildungskompanien in Cham, zum Fernmeldebataillon 4 der Division Luftbewegliche Operationen (DLO) um gegliedert. Diese Maßnahme wurde im Jahr 2003 wirksam. Es war vorgesehen, das Fernmeldebataillon 4 der DLO nach Cham zu verlegen. Die Verlegung nach Cham begann im Oktober 2003 mit der 4. Kompanie. Im November 2004 wurde entschieden, dass das Fernmeldebataillon 4 der Panzerbrigade 12 in Amberg unterstellt und nach Cham verlegt wird. Nach einer Grundsanierung im Jahr 2005 begann der Umzug nach Cham im März 2006 und wurde im Januar 2007 abgeschlossen.
Mit der Neuausrichtung des Heeres und der Struktur „Heer 2011“ wurden am 26. Oktober 2011 Stationierungsentscheidungen für die Verbände des Heeres getroffen. Hierbei wurde festgelegt, dass das bisher in der Nordgaukaserne stationierte Fernmeldebataillon 4 zum 31. Dezember 2014 aufgelöst wird und der Stab der Panzerbrigade 12 aus Amberg sowie die Ausbildungsunterstützungskompanie 112 aus Regen nach Cham verlegen.
Zur Umsetzung des Stationierungskonzeptes wurden bzw. sind diverse Neu-, Um- und Anpassungsmaßnahmen notwendig, um die zukünftigen Nutzer aufnehmen zu können.
Die Nordgaukaserne in Cham ist derzeit militärische Heimat der Fernmeldestaffel Stabs-/Fernmeldekompanie Panzerbrigade 12, sowie diverser Kleindienststellen und Teilen des Bundeswehrdienstleistungszentrums Bogen.
Anfang 2017 verlegt die Ausbildungsunterstützungskompanie 112 aus Regen sowie 2018 der Stab und die Stabs-/Fernmeldekompanie Panzerbrigade 12 aus Amberg nach Cham. Auch das bis dato in Roding ausgelagerte Sanitätsversorgungszentrum Cham soll spätestens 2018 wieder in der Nordgaukaserne beheimatet sein.

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