Schon gewusst? Teilzeit auch für Soldatinnen und Soldaten möglich

Durch Teilzeit werden Arbeits- und Privatleben besser in Einklang gebracht. (Quelle 2008 Bundeswehr/Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Teilzeitbeschäftigung ist jede Teilnahme am Berufsleben, die unterhalb der regelmäßigen Arbeitszeit für Vollzeitkräfte liegt. Sie hat sich im Arbeitsleben zu einer regulären Beschäftigungsform neben der Vollzeitbeschäftigung entwickelt. Denn: Flexible Arbeitszeiten haben in der Arbeitswelt eine wachsende Bedeutung.

Bereits seit Anfang 2005 haben Soldatinnen und Soldaten nach Paragraf (§) 30a des Soldatengesetzes (SG) die Möglichkeit, militärischen Dienst in Form von Teilzeitbeschäftigung zu leisten. Ein Antrag auf Teilzeitbeschäftigung kann grundsätzlich erst nach einer Dienstzeit von vier Jahren im Umfang von mindestens der Hälfte der Rahmendienstzeit bewilligt werden, soweit wichtige dienstliche Gründe nicht entgegenstehen. Dient die Teilzeitbeschäftigung der Betreuung eines minderjährigen Kindes oder eines pflegebedürftigen Angehörigen (familienbedingte Teilzeitbeschäftigung) soll sie dagegen genehmigt werden.

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Einschränkungen und weitere Informationen

Teilzeit ist grundsätzlich nicht möglich in den Fällen des § 6 der Soldatinnen- und Soldatenteilzeitbeschäftigungsverordnung (STzV), soweit keine Härtefallsituation vorliegt. Der Gesamtzeitraum einer Teilzeitbeschäftigung ist auf längstens zwölf Jahre begrenzt. Bei Zusammentreffen von Teilzeitbeschäftigung und Beurlaubungen darf diese längstens 15 Jahre gemäß § 30b SG betragen.
Die Teilzeitbeschäftigung kann unterbrochen werden, um z.B. an Aus-, Fort- und Weiterbildungen teilzunehmen. Auf Antrag kann die Teilzeitbeschäftigung vorzeitig beendet werden. Für Soldatinnen bzw. Soldaten auf Zeit, deren militärische Ausbildung mit einem Studium oder einer Fachausbildung von mehr als sechs Monaten Dauer verbunden war und denen danach Teilzeit gewährt wird, verlängert sich grundsätzlich die Dienstzeit um die Differenz der Teilzeitbeschäftigung zur Vollzeitbeschäftigung (Nachdienverpflichtung) ohne die Beschränkungen des § 40 Abs. 1 SG.

Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer/Ihrem Vorgesetzten bzw. Ihrem Personalführer.

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