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Köln, 05/02/2012.
wir begrüßen Sie auf den Seiten des Kinderbetreuungsportals.
Im Folgenden haben wir das Thema "Tod und Trauer bei Kindern" aufbereitet.
Ihr Team Kinderbetreuung
Tod und Trauer bei Kindern
Köln, 05/02/2012.
Viele Eltern tabuisieren das Thema Tod, wenn ihre Kinder das erste Mal damit in Kontakt kommen. Kinder verarbeiten Tod und Verlust sowie die damit verbundene Trauer auf ihre ganz spezielle Weise. Der Tod eines Haustiers zum Beispiel oder der Umzug eines Freundes können bei Kindern Trauer auslösen und eine erhebliche Belastung sein, mit der Sie als Eltern umgehen müssen.
Im Vergleich zu Erwachsenen können Kinder von einem Moment auf den anderen wieder glücklich sein. Im selben Augenblick sind sie wieder ausgelassen, erneut in ihre Spielphase vertieft und sprechen bereits ganz selbstverständlich über den Verlust. Um ihre Kinder bei einem Trauerprozess zu begleiten müssen Eltern bereit sein sich auf die Situation einzulassen. Eltern können handeln und ihrem Kind auf die richtige Weise helfen die Trauer zu verarbeiten.
Wie nehmen Kinder den Tod wahr?
Hier kommt es auf die Persönlichkeit und das Alter des Kindes an. Das Kind muss den Unterschied zwischen lebenden und nicht lebenden Dingen erkennen. Auch muss ihm der Unterschied zwischen der Vergangenheit und Zukunft klar sein, so dass Eltern erklären können, dass es diesen Menschen oder ihr Haustier in Zukunft nicht mehr geben wird. In diesem Zusammenhang muss das Kind eine Verbindung zwischen Ursache und Wirkung herstellen können.
Für Kinder unter drei Jahren ist die Endgültigkeit des Todes noch nicht verständlich, sie sehen darin eher eine Trennung. Jedoch spüren sie die Trauer der Angehörigen.
Bei Kindern zwischen drei und fünf Jahren werden erste Vorstellungen über das Sterben entwickelt. Sie verbinden den Tod jedoch vorerst nur mit alten und kranken Menschen und sehen darin einen vorübergehenden Zustand, der mit tiefem und langem Schlaf, Bewegungslosigkeit und Dunkelheit verbunden wird.
Für Kinder zwischen sechs und neun Jahren wird der Tod langsam verständlich. Sie beginnen zu erkennen, dass der Tod zum Leben dazu gehört und auch sie und ihre Eltern sterblich sind.
Hier finden Sie weitere Informationen dazu:
Trauer-Fundgrube
Die Trauerphasen
Köln, 05/02/2012.
In der ersten Phase wollen Kinder zunächst nicht realisieren, dass jemand gestorben ist und versuchen es zu verleugnen. Diese Phase kann einige Tage bis Wochen andauern. Fragen, Gefühle und viele Dinge, die im Trauerprozess stattfinden, müssen mit den Erwachsenen besprochen werden können.
Die zweite Phase macht sich durch aufbrechende Emotionen bemerkbar. Das Kind durchlebt Gefühle wie Trauer, Zorn, Freude und Angst abwechselnd. Es sucht nach Schuldigen. Hier besteht die Gefahr, dass Kinder die Trauer verdrängen. Eltern sollten dem Kind Zeit lassen und ihm vermitteln, dass es in Ordnung ist Gefühle zuzulassen. Kinder müssen wissen, welche Person sie in der Trauerphase kontinuierlich begleitet.
In der dritten Phase steht die Suche nach dem Verlorenen im Vordergrund. Das trauernde Kind setzt sich durch betrachten alter Fotos und Erinnerungen mit dem Verlust auseinander. Es hält sich z.B. in Räumen auf, in denen sich die verstorbene Person öfter aufhielt. Spielerische Rituale wie Schmücken des Grabes mit selbstgebastelten Dingen, Blumen und Grabpflege könnten dem Kind helfen die Geschehnisse leichter zu verarbeiten.
Die vierte Phase beinhaltet Akzeptanz des Verlustes, es können somit neue Beziehungen ermöglicht werden und das Kind gewinnt an Erfahrung, dass jede Beziehung und das Leben vergänglich sind.
Je nach Kind können manche Phasen länger andauern, gar nicht auftreten oder in einer anderen Reihenfolge verlaufen. Es ist wichtig, dass sich die Kinder dabei immer auf die Erwachsenen verlassen können. Bilden Sie die Stütze, den "Fels in der Brandung" und seien Sie für Ihr Kind da wenn es trauert. Das klingt oft leichter als gesagt, wenn man als Erwachsener seine eigene Trauer zu bewältigen hat, aber als Erwachsener kann man mit der eigenen Trauer meist besser umgehen, Dinge verstehen und damit dem Kinde eine Hilfe sein.
Weitere Informationen dazu: HIER
Umgang mit dem trauernden Kind
Es gibt viele Hilfestellungen, wie Eltern ihre Kinder in der Trauersituation unterstützen können. Man sollte nur unterscheiden, welche Hilfe angemessen ist. Kuscheltiere können eine Brücke zwischen dem Erwachsenen und Kind aufbauen und das Gespräch über die Gefühle und Trauer zu vereinfachen.
Durch kreative Mittel wie Malen und Schreiben kann das Kind seine Trauer ebenfalls verarbeiten. Eltern müssen eine psychische Unterstützung für ihr Kind sein. Dabei muss eine Stabilität in die Eltern-Kind-Beziehung zurück kehren, um dem Kind Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Nach einem Verlust entwickeln Kinder Ängste, weil sie fürchten erneut jemanden zu verlieren. Eltern müssen für alle Fragen und Phasen offen sein und genau zuhören.
Literatur zum Weiterlesen:
Kinderbücher zum Thema Tod und Trauer









